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Die Nachhaltigkeit von LED-Produkten unter die Lupe genommen

Sprechen wir von Nachhaltigkeit, Umwelt, CO2-Ausstoß und Klimazielen, sprechen wir im Umkehrschluss bei der Betrachtung von LED-Beleuchtungssystemen von einer drastischen Verringerung der Stromkosten.

Wie können Stromkosten reduziert werden? Der Strom muss entweder gar nicht oder minimal genutzt werden. Zum Ausführen von Arbeiten in Industrie- oder Logistikbereichen bedarf es aber der Sichtbarkeit des Arbeitsplatzes und der Arbeitsvorgänge. An eine Abschaltung von Licht ist also nicht zu denken.

Wir müssen das Licht daher nachhaltig und effizient gestalten. Geht es um die Nachhaltigkeit von Produkten, werden in erster Linie folgende Merkmale betrachtet:

  • Effizienz 
  • Lebensdauer 
  • gefährliche Inhaltsstoffe

Die Effizienz von Lichtquellen wird in Lumen pro Watt (lm/W) angegeben. Für die Umwelt bedeutet eine hohe Effizienz, dass von der bereitgestellten elektrischen Energie ein Großteil in Lichtenergie umgewandelt wird. Je besser das Verhältnis von Lumen zu Watt, desto effizienter ist die Lichtquelle. Dadurch wird der CO2-Ausstoß der für die Beleuchtungsanlage nötigen Stromerzeugung gesenkt. Der Verbraucher kann seine Stromkosten reduzieren.

Die Lebensdauer eines Produkts wirkt sich auf vielerlei Gebiete aus. Es sind die verlängerten Intervalle zum Leuchtmitteltausch, der verringerten Wartungskosten der Anlage, die damit verbundenen geringeren Kosten sowie weniger Abfall oder längerer Entsorgungsintervalle.

Gefährliche Inhaltsstoffe: Leuchtstofflampen und ihre kompakten Vertreter beinhalten Quecksilber. Quecksilber ist ein gefährlicher Stoff, der allgemein in elektrischen und elektronischen Geräten verboten ist. Im begrenztem Umfang ist das Material allerdings in Kompaktleuchtstofflampen und Leuchtstofflampen zugelassen, weil es derzeit technisch nicht möglich ist, quecksilberfreie Kompakt- oder Leuchtstofflampen herzustellen. Das enthaltene Quecksilber kann erst einmal nicht aus den Lampen entweichen, es sei denn die Lampe geht zu Bruch oder wird in den Restmüll geworfen. Viele Verbraucher wissen allerdings bereits, dass solche Lampen auf dem Wertstoffhof abgegeben und recycelt werden müssen. Führende Hersteller von Lampen haben 2005 die Firma Lightcycle gegründet, ein Rücknahmesystem für LED- und Gasentladungslampen. Weitere Informationen dazu finden sie unter www.lightcycle.de und www.lichtzeichen.de.

Nachhaltigkeit: Lebenszyklus eines LED-Produkts

Die Nachhaltigkeit von Produkten kann auch über eine sogenannte Lebenszyklusbetrachtung abgebildet werden. Dabei werden alle wirtschaftlichen Aspekte, die zu einem CO2-Verbrauch führen, aufsummiert. Addiert werden die CO2-Emissionen des Verbrauchs an Materialien, der Herstellung des Produkts an sich, des Vertriebs, der Betriebsdauern bis hin zur endgültigen Entsorgung oder zum Recycling.

Die Lebenszyklusanalyse betrachtet die ökologischen Aspekte sowie die potenziellen Umweltauswirkungen eines Produkts über die gesamte Lebensdauer hinweg. Dabei wurde in Untersuchungen festgestellt, dass der Primärenergiebedarf (der Bedarf für Material und Herstellung eines Produkts) eines Leuchtmittels mit weniger als 1,5 % verschwindend gering ausfällt und eine untergeordnete Rolle spielt.

Im Gegensatz dazu wird die Nutzungsphase oder Betriebszeit mit 98 % bis 99 % für die nahezu komplette CO2-Emission und annähernd den gesamten Energiebedarf eines Produkts über die Lebenszeit verantwortlich gemacht. Die höhere Effizienz eines Produkts spiegelt sich im Umkehrschluss bereits in einer positiveren Lebenszyklusbetrachtung wieder.

Neben den primären Nachhaltigkeitsmerkmalen kommen je nach Produkt und Anwendung auch folgende Punkte zum Tragen:

  • Wiederverwertbarkeit
  • Dimmbarkeit
  • Verpackung
  • Nachrüstbarkeit

Die Betrachtung der Wiederverwertbarkeit eines Produkts oder von Produktkomponenten ist wichtig, weil es einen steigenden Mangel an natürlichen Ressourcen gibt. Die Herstellung der Produkte sollte so gestaltet sein, dass sie leicht recyclebar sind.

Die Möglichkeit zum Dimmen wirkt sich direkt auf die Nachhaltigkeit aus. Der Energieverbrauch der Lichtquelle wird bei Bedarf oder Nichtpräsenz von Nutzern gesenkt. Die Kosten reduzieren sich gleichermaßen wie die CO2-Emissionen der Beleuchtungsanlage.

Die Verpackung der Produkte sollte aus wiederverwertbarer Pappe oder Papier bestehen.

Viele Endverbraucher tauschen ihre bestehenden Systeme nicht aus, sondern setzen auf einen Eins-zu-eins-Ersatz der bestehenden Lampen. Selbst wenn energieeffizientere Lösungen, wie zum Beispiel durch eine neue Leuchte, verfügbar sind und in die Anwendung passen sollten. Neue Produkte müssen diesen Gedanken aufgreifen und die eigene Nachrüstbarkeit im Produktentstehungsprozess aufgreifen.

Viele Merkmale greifen ineinander und sind nicht losgelöst voneinander zu betrachten

Die wichtigsten Kennzahlen sind die, die zu einer direkten und schnellen Reduzierung der Stromkosten und der CO2-Emissionen führen, wie Effizienz des Leuchtmittels und Dimmbarkeit. Wir kennen die am Markt erhältlichen Produkte, ihre Herstellungsprozesse, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit. Wir wägen genau ab und beraten sie umfassend über die Möglichkeiten in ihrer Anwendung.

Wie ist Ihre Meinung zu LED-Beleuchtungssystemen? Haben Sie bereits Erfahrungen damit sammeln können? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung über das Kommentarfeld.

 

Mit intelligentem LED-Licht die Welt verbessern – Interview mit LED-Experte Nicolas von Wilcke

LED-Licht setzt sich seit Jahren mehr und mehr durch, denn seine Vorteile liegen auf der Hand, wie zum Beispiel deutlich reduzierter Energieverbrauch und viele längere Haltbarkeit. Nun hören wir in letzter Zeit immer mehr von intelligentem oder smartem LED-Licht. Was genau hat es damit auf sich?

Während wir mit konventioneller LED-Beleuchtung ca. 50 % Energie einsparen, so können wir die Ersparnis mit intelligenten, vernetzten Lösungen nochmal um etwa 35 % steigern. Das Geheimnis ist die Vernetzung – Stichwort Internet of Things – und die intelligente Bedarfssteuerung. Diese sorgt mithilfe von Präsenz- und Tageslichtsensoren, welche die beleuchteten Bereiche sehr kleinteilig erfassen, dafür, dass das Licht nur dann voll aktiviert ist, wenn es gebraucht wird. Und, wenn niemand da ist, entweder heruntergedimmt oder ganz ausgeschaltet wird. Dadurch erreichen wir Einsparungen von 85 % im Durchschnitt!

Sie haben sich besonders auf die Branchenführer der Industrie und Logistik spezialisiert. Welchen Grund gibt es dafür?

Wir konzentrieren uns auf große Projekte von Global Brands und Marktführern, weil hier einerseits einfach über die Flächen her die größten absoluten Einsparungen und Effekte erzielt werden. Andererseits wissen wir von der Signalwirkung für andere Unternehmen, die es diesen bekannten Vorbildern gleich tun. Stellen Sie sich einmal vor, bisher haben weniger als 5 % der Unternehmen auf LED-Lösungen umgerüstet, und davon verwenden wiederum weniger als 1 % intelligente und vernetzte Lösungen. Hier gibt es also enorme Potenziale, die es zu erschließen gilt. Viele wichtige Klienten wie Geodis, Pirelli, Prologis und REWE haben wir bereits gewinnen können – aber es gibt noch wirklich viel zu tun!

Wie ist Ihre Vorgehensweise?

Zunächst einmal ist festzustellen, dass es für jedes Gebäude und jedes Projekt eine individuell angepasste, flexible Lösung geben sollte, um die besten Effekte zu erzielen. Deswegen arbeiten wir nach einer ganz bestimmten Abfolge: detaillierte Bestandsaufnahme und Grundlagenermittlung, Ermittlung der Anforderungen aller Stakeholder; Lichtplanung, Einholen und Analyse der Angebote verschiedener Lichthersteller, Identifizierung der idealen Lösungen, Ermittlung von Finanzierung und Contracting, Ausführungsplanung bis hin zu Projektmanagement und Generalunternehmerfunktion.

Unsere Analysten verwenden die einzigartige Klares Licht Evaluierungs-Software EVA, die in kürzester Zeit die verschiedenen Lösungen zueinander darstellt und die Ergebnisse in 10 übersichtlichen Diagrammen ausgibt. Dadurch sehen unsere Klienten sehr schnell, dass die zunächst augenscheinlich günstigsten Lösungen kurz- und mittelfristig unter Umständen sehr teuer werden können. Ein höherer Invest am Anfang kann sich aufgrund der sehr hohen Einsparungen bei Energie und Wartung  unter Umständen bereits wenig später nach der vermeintlich günstigen Lösung amortisieren; wir reden hier von Monaten. Mittelfristig wird sie dann sogar zur Variante mit den absolut niedrigsten Kosten. Wir sprechen dann von den geringsten “Total Cost of Ownership” oder auch Lebenszykluskosten. Dieser Vergleich ist nach unserer Ansicht direkt nach dem ROI der wichtigste Aspekt. Diese Betrachtung wird in der Immobilienwirtschaft bei Gebäuden teilweise gemacht. Beim Licht ist das nach meiner Meinung auch eine Pflichtübung, die den Finanzexperten unserer Klienten die Augen öffnet – und sie zum Leuchten bringt. Sie verschenken in der Regel einige hunderttausend Euro, wenn sie lediglich On-Off-LED-Licht einbauen. Das sollte endlich beendet werden. Tatsächlich berät die Lichtindustrie nur ungern auf intelligentes LED-Licht, denn dieses Licht hält ein Vielfaches im Gegensatz zur On-Off-Variante. Wir gehen hier von Faktoren von vier bis fünf aus. Also statt acht Jahren Lebensdauer im Dreischichtbetrieb eher 32 – 40 Jahre. Das mag kein Lichthersteller, würde es doch eine lange Periode bedeuten, in denen der Kunde kein Licht nachkauft. Für Sie als Klienten wäre es ein sehr hoher Zugewinn, nicht alle acht Jahre eine neue Lichtanlage einzubauen. Die Entscheidung liegt also bei Ihnen als Kunden.

Warum aber sollte ein Unternehmen Ihre Beratungsleistung einkaufen, wenn die Lichthersteller diese kostenlos erbringen?

Natürlich bedeutet ein externer Berater immer einen zusätzlichen Kostenaufwand und sicher können auch die Lichthersteller eine Lichtplanung leisten. Das hat nur den entscheidenden Nachteil, dass sie naturgemäß keine Vergleiche anstellen. Stellen Sie sich vor, es gäbe den großen Vergleichstest für Leuchten, ähnlich den Fahrzeugstests in der Auto Bild.  Genau hier liegt unser besonderer Nutzen: Mit unserem extrem transparenten und vor allem unabhängigen Beratungsansatz finden wir die optimale Lösung mit den größten Einsparungen für unsere Klienten in der kürzest möglichen Zeit. Dauern “normale” Beleuchtungsprojekte oft 12 – 24 Monate von der ersten Idee bis zur Realisierung, vergehen bei uns nur wenige Wochen. Und die Investition in die externe Beratung macht sich innerhalb kürzester Zeit, meist nur Wochen, bezahlt.

Als Social Business nach Muhammad Yunus haben Sie ja auch tiefergehende Beweggründe, sich mit dieser Art von Dienstleistung zu beschäftigen. Wie kann ich mir das vorstellen?

Richtig, das Konzept des Erfinders der Mikrokredite und Friedensnobelpreisträgers Professor Yunus sieht vor, dass ein solches Unternehmen auf die Lösung wichtiger sozialer und ökologische Probleme oder am besten sogar beides ausgerichtet sein soll. Wir wollen dem Klimawandel entgegenwirken, indem wir die Idee von intelligentem LED-Licht bekannt machen, seine flächendeckende Verbreitung fördern und somit helfen, den weltweiten Kohlendioxid-Ausstoß signifikant reduzieren. So möchten wir helfen, den Klimawandel und dadurch bedingte Flüchtlingsströme zu reduzieren oder zu verhindern und damit zum Weltfrieden beitragen. Das ist unsere Motivation.

Wenn Sie jetzt gerne wissen möchten, wie Sie und Ihr Unternehmen schnell und effektiv große Mengen an Energiekosten mit intelligentem LED-Licht reduzieren können, nutzen Sie bitte das Kontaktformular und senden uns einen Anfrage für ein erstes unverbindliches und kostenfreies Beratungsgespräch. Wir freuen uns darauf!